Spendenübergabe des TSV Germania Gladebeck 1. und 2. Fußball Herren (Laufchallenge) beim Kinderschutzbund Göttingen am 30. September 2020, 18 Uhr, Nikolaistraße 11

Die Fußballmannschaften des TSV Germania Gladebeck, deren Vereinsaktivitäten und -leben, deren Spiel- und Trainingsbetrieb im März von jetzt auf gleich auf Null heruntergefahren worden war, haben für ihre Mitglieder ein Engagement gesucht – und gefunden. Die Idee war, sich fit zu halten und in der Phase der Isolierung sich immer noch als Gemeinschaft zu begreifen. Die Verantwortlichen organisierten eine Laufchallenge, die von 1.4. bis 31.5. mit 64 Läuferinnen und Läufern auf 11.364 km kam. Sie wollten mit den Einnahmen Organisationen in der Region unterstützen und kamen deshalb u. a. auf den Kinderschutzbund Göttingen zu. Alle Sportlerinnen und Sportler, die Zeit und Lust hatten, für sich selbst und im Namen des Vereins fit zu bleiben, konnten an der Laufchallenge teilnehmen.

Am 30. September 2020 um 18 Uhr fand die Spendenübergabe in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes Göttingen e. V., Nikolaistraße 11, statt.

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Mit dem erlaufenen Geld wird beim Kinderschutzbund die Koordination der vor allem ehrenamtlich getragenen und niedrigschwelligen Beratungsarbeit für Kinder, Jugendliche und Eltern unterstützt. Eine Spende, die durch ein derartiges Engagement zusammen kommt, ist für einen Verein wie den Kinderschutzbund doppelt gut: Zum Einen sind Spenden notwendig, um dem Vereinszweck entsprechend arbeiten zu können, zum anderen erfahren die Mitglieder des Vereins bzw. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Laufchallenge von unserer Arbeit. Eine solche Challenge fördert neben der Bewegungsfreude auch ein Gemeinschaftsgefühl und stimmt mit den in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Rechten überein.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern der Laufchallenge, bei den Organisatoren, Herrn Bosold, Herrn Gonsior und den Unterstützern der Firma Oehlbrecht & Reinig GbR für die Spende und den anregenden und spannenden, schönen Abend!

Kooperativ kommunizieren – Beratungs- und Konfliktgespräche qualifizieren

2. Teil: Veranstaltung des Kinderschutzbundes Göttingen e.V. im Gemeindesaal Sankt Michael, Innenhof Kurze Str. 13, Göttingen am Samstag, 10.10.2020, 15:00 – 17:30 Uhr ~ es sind noch Plätze frei ~ :

Auch Neueinsteiger*innen sind willkommen!

Ein Ziel kann man leichter erreichen, wenn man weiß, von wo man startet: Eigene Bedürfnisse und Wünsche zu kennen und zu benennen, ist  eine wesentliche Voraussetzung für unsere Kommunikation, wenn sie gelingen soll. Im 2. Teil vertiefen wir diese Erfahrungen und erproben alltagstaugliche Konflikt – und Beratungsstrategien an Beispielen.

Zum zweiten Teil der Fortbildung Kommunikation in Familien und in der Beratung möchten wir Sie herzlich einladen. Die Schwerpunkte aus Teil 1 werden kurz zusammengefasst.

Willkommen sind auch alle Neueinsteiger, sowohl Eltern als auch Berater und an Beratung interessierte Menschen, denn wir sind ein Mitmachkreis: Learning by doing!

Wir bitten wieder um baldige Rückmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist auf 20. Bitte bringen Sie sich Verpflegung mit, falls Sie in der Pause etwas essen oder trinken möchten.

Anmeldungen unter Tel. 0551-7709844, oder Email: post@kinderschutzbund-goettingen.de.

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Diplompädagogin Barbara Bigott
http://www.lern-impuls.de

Mit Eltern und Kindern kommunizieren – Eltern begleiten und beraten

Veranstaltung des Kinderschutzbundes Göttingen e.V. im Gemeindesaal Sankt Michael, Innenhof Kurze Str. 13, Göttingen am 09.09.2020, 15:00 – 17:30 Uhr ~ es sind noch wenige Plätze frei ~

 Fortbildung für Eltern
 Fortbildung für Beraterinnen und Berater
 Einstieg für Interessierte an einer Mitarbeit im Beratungsteam

Wenn wir über das Gelingen von Kommunikation sprechen, heißt es oft: „Der Ton macht die Musik“. Das ist eine Binsenweisheit, auch und vor allem in der Kindererziehung. Dennoch treffen wir oft nicht den richtigen „Ton“ oder finden nicht die passenden Worte. Am 12. September 2020 soll es darum gehen, neue, gute Möglichkeiten des Kommunizierens zu finden. Ziel ist, sich mit dem jeweiligen Gegenüber tatsächlich „gut zu verstehen“.

Inhaltlich wird es darum gehen, auf Augenhöhe und mit Wertschätzung zu kommunizieren und die eigene Haltung zu betrachten. Wir freuen uns sehr, Barbara Bigott, Diplompädagogin, als Referentin gewonnen zu haben. Angesprochen sind Eltern sowie (Eltern-) Beraterinnen und -Berater und solche, die gerne zum Beratungsteam dazustoßen möchten, sie können mit dieser Veranstaltung in die Beratungsfortbildung des Kinderschutzbundes einsteigen. Anmeldungen unter Tel. 0551-7709844, oder Email: post@kinderschutzbund-goettingen.de.

Für die Veranstaltung wird kein Teilnehmer/innenbeitrag erhoben, Spenden sind willkommen. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Diplompädagogin Barbara Bigott
http://www.lern-impuls.de

“Seit dem Jahr 2000 gilt in Deutschland das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung.”

Pressemitteilung vom Bundesverband DKSB

Kinder in der Corona-Pandemie – 20 Jahre Recht auf gewaltfreies Aufwachsen

Berlin, 27.03.2020. Anlässlich des Tages der gewaltfreien Erziehung am 30.04.2020 erklärt der Kinderschutzbund, dass das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung in der Corona-Pandemie gefährdet ist. Die Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie werden vom Kinderschutzbund ausdrücklich unterstützt. Dennoch nimmt der Kinderschutzbund mit Befremden zur Kenntnis, dass über die Aufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga oder die Eröffnung von Möbelhäusern engagiert diskutiert wird, während die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Präsident des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers: „Wir greifen aktuell tief in die Grundrechte von Kindern ein: Wir isolieren sie von ihren Spielkameraden. Wir begrenzen sie in ihrem verbrieften Recht auf Bildung. Und wir enthalten ihnen ausreichend körperliche Bewegung vor. Auch das sind Formen der Gewalt. Es braucht eine Debatte darüber, wie wir Betreuungseinrichtungen und Schulen schrittweise öffnen können. Und diese Debatte muss die Bedürfnisse der Kinder im Blick haben – nicht nur die der Leistungsgesellschaft“. Hintergrund: Der Tag der gewaltfreien Erziehung wird in Deutschland seit 2004 begangen. Seit dem Jahr 2000 gilt in Deutschland das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung. Nach jahrelanger Lobbyarbeit hat vor allem der Kinderschutzbund entscheidend dazu beigetragen, dieses Recht zu verwirklichen. Der Tag soll daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Zudem soll er Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen.

Quelle: https://www.dksb.de/fileadmin/user_upload/2020-04-30_PM_gewaltfreie_Erziehung.pdf

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Information:

Ҥ 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge

(2) 1Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. 2Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.”

“Es geht nicht bloß um den Verzicht auf ein bisschen Freizeitspaß.”

Pressemitteilung vom Landesverband Niedersachsen DKSB

Hannover, 20.04.2020. Der Kinderschutzbund Niedersachsen warnt in der Corona-Krise vor Maßnahmen, die einseitig zu Lasten von Kindern und Familien gehen. „Es ist unstrittig, dass die Pandemie eine sehr ernste Herausforderung ist“, sagt der Landesvorsitzende Johannes Schmidt. „Das einhellige Ziel, dass die Gesundheit an erster Stelle steht, muss dabei alle Bevölkerungsgruppen umfassen und geht weit über die rein epidemiologische Bekämpfung von Sars-Cov-2 hinaus.“

Es geht nicht um Freizeitspaß, sondern um gesunde Entwicklung

So befürchtet der Kinderschutzbund Niedersachsen teils massive gesundheitliche Auswirkungen auf viele der 13 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Deutschland. „Eine monatelange Zwangsisolation von Heranwachsenden führt in vielen Fällen zu Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und anderen Symptomen einer depressiven Verstimmung“, betont Schmidt.

„Es geht nicht bloß um den Verzicht auf ein bisschen Freizeitspaß. Vielmehr drohen jungen Menschen ernsthafte Entwicklungsschäden, wenn die aktuelle Situation zu lange anhält.“ Schließlich seien für die gesunde Entwicklung von Kindern soziale Kontakte eine unabdingbare Voraussetzung. Auch die für Chancengerechtigkeit so wichtige Förderung und Unterstützung stehe auf dem Spiel – die Schere zwischen benachteiligten und privilegierten Kindern werde so beinahe täglich größer. „Insofern gehört zur erfolgreichen Bekämpfung der Krise unbedingt dazu, bei Maßnahmen wie Schul- und Kitaschließungen das Augenmaß nicht zu verlieren.“

Kinder haben Rechte – auch in Krisenzeiten!

Im Gegensatz zur Wirtschaft würden laut Schmidt Kindern und ihren Familien in der Corona-Krise Rettungsschirme des Finanzministers allein nur wenig weiterhelfen. “Schön und gut, dass vor den Schulen Geschäfte wie Friseure wieder aufmachen dürfen. Aber gleichzeitig Vorschulkindern bis zum Sommer den Besuch der Kita zu verbieten, wäre in höchstem Maße erklärungsbedürftig”, so Johannes Schmidt vom Kinderschutzbund Niedersachen.

Schmidt appelliert an Bundes- und Landespolitik, das Wohl und die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf gesundes Aufwachsen, Bildung und Teilhabe bei den anstehenden Entscheidungen deutlich stärker zu berücksichtigen. „Eine Gesellschaft, die diese Krise nachhaltig und ohne allzu große Folgeschäden überstehen will, darf bei aller verständlichen Sorge vor einem neuartigen Virus nicht ihre jüngsten Mitglieder auf der Strecke lassen.“

“Ich wünsche mir das gleiche Engagement für die Kinder und ihre Familien, die es besonders schwer haben.”

Pressemitteilung vom Bundesverband DKSB

Kinderarmut in Zeiten von Corona: Hilgers fordert Zuschläge fürs Mittagessen

Geschlossene Schulen und Kitas stellen Eltern mit geringen Einkommen aber auch erwerbslose Eltern vor große Herausforderungen. Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf kostenloses Mittagessen in der Kita oder der Schule. Für sie und ihre Eltern fällt diese Leistung jetzt ersatzlos weg. Hinzukommt: Günstige Lebensmittel sind schnell vergriffen, Tafeln und andere Organisationen schließen.


Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers: „Der Wirtschaft wird jetzt schnell und unbürokratisch geholfen. Ich wünsche mir das gleiche Engagement für die Kinder und ihre Familien, die es besonders schwer haben. Ich fordere deshalb, aus den freiwerdenden Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets einen unbürokratischen Zuschlag von 90€ pro Monat und Kind für alle Familien, die Leistungen zur Existenzsicherung erhalten, zu finanzieren. Das sind 3€ pro Tag und Kind, die zumindest eine Sorge der betroffenen Familien lindern kann. Die Leistung sollte ab dem 1.4.2020 rückwirkend zum 16.03. 2020 gezahlt werden.“  

Hilgers fügt hinzu: „Das betrifft zum Beispiel ganz konkret jene viel gelobte Mitarbeiterin im Supermarkt, die alleinerziehend ist und die jetzt neben vielen Überstunden auch noch die Betreuung ihrer Kinder organisieren muss. Der Wegfall des kostenfreien Mittagessens in Kita oder Schule trifft ausgerechnet diese Menschen zusätzlich.“    

Hintergrund: Bereits jetzt ist der Regelsatz für Kinder und Jugendliche knapp bemessen. Das Budget für Lebensmittel und Getränke liegt z.B. bei einem 15-jährigen bei rund 5 € pro Tag. Das kostenfreie Mittagessen, das durch das Bildungs- und Teilhabepaket in Kita und Schule gewährleistet wurde, kam hinzu. Betroffen sind Familien, die für sich und ihre Kinder Hartz IV-Leistungen, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.  

Die vollständige PM finden Sie hier zum Download.

“Etwa 7000 Kinder harren im größten Flüchtlingslager Europas auf der griechischen Insel Lesbos aus”

Pressemitteilung vom Bundesverband

Kinderschutzbundpräsident Hilgers: „Moria ist eine Schande für die Europäische Union“

Berlin, 06.03.2020.

Der Kinderschutzbund fordert Bundesinnenminister Seehofer auf, seine Blockadehaltung gegen die Aufnahme von geflüchteten Kindern und ihren Familien aufzugeben. Etwa 7000 Kinder harren im größten Flüchtlingslager Europas auf der griechischen Insel Lesbos aus. Der Präsident des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers erklärt dazu: „Die Zustände im Flüchtlingslager sind eine Schande für die Europäische Union. In Moria wird die medizinische Versorgung ausschließlich durch Hilfsorganisationen geleistet. Kaum ein Kind dort besucht eine Schule. Den Kindern werden ihre verbrieften Rechte auf Gesundheit und Bildung vorenthalten.“Der Kinderschutzbund erkennt die Bemühungen der Bundesregierung um eine multilaterale Lösung an. „Diese Bemühungen dauern aber bereits mehrere Monate an. Den Kindern dort läuft die Zeit davon. Zahlreiche Kommunen und Bundesländer haben sich bereiterklärt, Geflüchtete von der Insel Lesbos aufzunehmen und ihnen in Deutschland ein zügiges und sicheres Asylverfahren zu gewähren. Ich fordere Herrn Seehofer daher auf, eine kurzfristige Lösung für die besonders gefährdete Gruppe der Kinder zu finden und den willigen Bundesländern und Kommunen die Aufnahme zu erlauben“, fügt Heinz Hilgers hinzu.

Quelle: https://www.dksb.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/2020-03-06_PM_Fluechtlingskinder.pdf